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04.11.06 | Brief an J.


Hey du!

Ich hab jetzt ehrlich gesagt keine Ahnung wo ich anfangen soll... nunja, erst mal will ich sagen, das mir das mit der DVD echt leid tut. Ich kann ja auch verstehen, da du deswegen sauer bist, das du die nicht mit nach Mallorca nehmen konntest, und es stimmt auch, das, wenn man sich etwas ausleiht, dafür sorgen soll, das es wieder zurückgegeben wird. Aber ich hatte an dem Tag wirklich keine Zeit – ich war mit A. verabredet, und ich konnte meinem Vater ja schlecht sagen „Kann jetzt nicht, ich muss noch was zu Esther bringen“, obwohl er extra eher nach Hause gekommen ist. Geht irgendwie schlecht.
Zu meiner „PC-Sucht“: Ich bin oft im Internet, weil ich ja auch eine eigene Homepage habe, und die auch ihre Zeit für sich beansprucht. Außerdem bin ich in vielen Foren angemeldet, und es macht mir einfach Spaß mich mit anderen TH-Fans zu unterhalten, und einfach andere Leute kennen zulernen, die so ziemlich wie ich denken. Du hast gesagt, ich soll mich zwischen Freunden und Internet entscheiden, nur das will ich gar nicht. Nur weil ich auch mit anderen Leuten im Internet Kontakt habe, heißt das noch gar nicht, das sie meine Freunde sind, schließlich kenne ich sie nicht mal persönlich. Wer weiß, vielleicht verstehen wir uns einfach nur so, und gar nicht wenn wir uns real gegenüberstehen? Bei euch ist das anders, euch kenne ich richtig, persönlich, und nicht nur irgendeine Person online. Aber wie ich schon gesagt habe, diese Menschen respektieren mich – so wie ich bin. Damit will ich nicht sagen, das ihr das nicht tut, aber im Moment habe ich wirklich das Gefühl, schließlich sagt ihr mir die ganze Zeit, ich würde mich verändern, und das wollt ihr nicht. Aber ich finde, jeder Mensch verändert sich, und bei mir ist es im Moment halt ziemlich extrem, weil ich im Grunde genommen keine Lust mehr auf mein „altes Leben“ habe. Und das müsst ihr verstehen und respektieren, das ich nicht immer gleich bleiben kann. Zu deiner Anmerkung, ich hätte mich, seit ich TH-Fan bin, verändert und nicht sehr positiv, kann ich allerdings nur sagen: Das fällt dir aber früh ein. Schließlich bin ich seit über einem Jahr Tokio Hotel Fan. Außerdem hast du gesagt, das noch mehr Personen so denken würden. Wenn das so ist, warum sagt mir das keiner? Wenn ich mich scheiße benehme, könnt ihr mir das ruhig sagen, auch wenn ich dann beleidigt bin – vielleicht lerne ich daraus.

Außerdem habe ich im Moment so ziemlich das Gefühl, das ihr beide gar nichts mehr mit mir zu tun haben wollt. Schließlich fragt ihr mich ja nicht mal mehr, ob ich was mit euch machen will. Ich wollte nur mal anmerken, wie scheiße man sich fühlt, wenn ihr so ziemlich über meinen Kopf hinweg darüber redet, das ihr ins Ishara geht, oder alle erzählen, was sie Halloween gemacht haben, und ich dumm danebenstehe und nur hätte sagen können: „Ich hab nichts unternommen, mich hat keiner eingeladen!“ In so einem Moment möchte ich – ganz ehrlich – am liebsten tot sein.
Vielleicht erinnert ihr euch noch an unser Klassenfest, als wir auf der Straße mit F. M. darüber geredet haben, ob wir schon mal Selbstmordgedanken hatten. Natürlich hab ich nein gesagt, wer weiß wie ihr reagiert hättet, aber die Wahrheit ist ja. Und nicht nur selten – am liebsten währe einfach irgendwo runtergesprungen, und fertig. Keine Probleme mehr, alles wäre wunderbar gewesen. Und vielleicht hättet ihr ja dann gemerkt, das ich euch doch etwas bedeute. Über den Tod habe ich oft nachgedacht, ohne in irgendeiner Weise Angst vor ihm zu haben, denn im Grunde genommen ginge es mir dann besser als jetzt.
Dann habt ihr euch ja angeblich Sorgen um mich gemacht, weil ich immer irgendwelche Depri-Gedichte in meinen Abwesend-Nachrichten stehen hatte. Ihr habt euch Sorgen gemacht, das ich mich ritze. Damals hab ich euch gesagt, ihr müsst euch keine Sorgen machen, und konnte euch sogar meine Arme vorzeigen – absolut unversehrt, nicht der kleinste Kratzer. Jetzt könnte ich das nicht mehr – es gibt zwar nicht viel zu sehen, außer einem einzigen Kratzer, der jedoch langsam tiefer wird, aus dem Anfänglichen rumkratzen wird schon langsam ein schneiden, und auch der Schnitt bleibt rot. Warum ich nie mit euch über so was rede? Weil ihr mich nicht verstehen würdet, schließlich verstehe ich mich selber nicht.
Und warum ich diesen Brief schreibe? Weil ich den oberen Teil schon vorher geschrieben habe, das war am letzten Ferientag. Abgegeben hab ich ihn aber nie, und wer weiß ob der gesamte Brief jemals zu euch wandern wird – wer weiß ob ich jemals den Mut haben werde, euch so ziemlich die ganze Wahrheit zu sagen, euch zu sagen, wie es mir eigentlich in Wirklichkeit geht, obwohl das in diesem Brief auch nur ansatzweise beschrieben ist.
Ich frage mich immer wieder, wie ihr reagieren würdet, wenn ihr das hier lesen würdet. Entsetzt? Würdet ihr zum nächsten Erwachsenen rennen, und mich so zu irgendeinem Psycho-Heini schleppen? Würdet ihr mich vielleicht einfach im Stich lassen, noch mehr als ihr das im Moment sowieso tut? Oder würdet ihr vielleicht sogar verständnisvoll sein, und versuchen mir aus der ganzen Scheiße rauszuhelfen, obwohl ich selber nicht mal weiß ob ich das will, und wenn wie?
Meiner Meinung nach zu viele Fragen und Antworten, also werdet ihr diesen Brief wohl niemals lesen. Vielleicht dann, wenn ich tot bin, und er neben meinem Abschiedsbrief liegt.

G.
4.11.06 17:49
 


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